Die Legende vom Hermunduren
Die Legende vom Hermunduren

Antworten zum Autor

1) Warum dieses Genre?

 

Als ich vor der Entscheidung zum Genre stand, wurde mir bewusst, dass einige der Möglichkeiten für mich nicht in Frage kämen.

Für einen guten Krimi fehlt mir erforderliches Fachwissen, ein Liebesroman war wohl eher nicht mein Ding und mit einem Fantasy-Roman den Markt zu erobern, stellte sich zwar als verlockend dar, entsprach aber nicht meinen Intensionen. Die guten Fantasy-Romane sind schon geschrieben. Letztlich habe ich selbst viele von denen gelesen. Außerdem geschieht es, selbst in den Besten dieser Bücher, dass mit stockender Handlung plötzlich ein neues Ungeheuer, ein böser Geist, eine gute Fee oder weiß der Teufel was die Spannung belebt …

Für mich stand deshalb von vorn herein fest, dass ich mich einem historischen Thema zuwenden sollte.

Die Geschichte der Germanen, von denen wir letztlich selbst abstammen, faszinierte mich.

2) Worin besteht der Reiz des historischen Romans?

 

Wie ein Puzzle fügte sich Erkenntnis zu Erkenntnis und formte 'mein Bild' der damaligen Gesellschaft.

Meinerseits war es die Suche nach einer Wahrheit, die in ihrer Vollkommenheit nicht bewiesen werden kann. Von Zweifeln zu Fehlinterpretationen hin und her gerissen, prüfte ich widersprechende Informationen und war glücklich, nicht immer nur einer Quelle folgen zu müssen. Zu oft jedoch fehlten konkrete Informationen. Die Suche nach Einzelheiten gestaltete sich nicht nur mühevoll, sie scheiterte mitunter auch an einer Sprachbarriere.

Doch dann gab es noch die Logik.

Manche Erkenntnisse führten in der Vielfalt auch zur logischen Ausfüllung fehlender Überlieferungen. Die Autoren nennen dies dann wohl ‚schriftstellerische Freiheit’. Auch ich war dazu veranlasst.

Das Suchen, Finden, Begreifen und Schreiben war hochinteressant, spannend, abwechslungsreich und letztlich führte all das zu einer Befriedigung und einem persönlichen Glücksgefühl.

Die konkrete Recherche historischer Zusammenhänge stellte sich als das ‚besondere Etwas’ beim Schreiben meiner Bücher heraus. Den Beweis dafür können Sie im neuen 'Kompendium zu den Teilen 1 bis 5' nachlesen.

3) Woher stammt das genutzte Wissen?

 

Als ich mich für historische Ereignisse zu interessieren begann, kristallisierte sich eine Epoche heraus, über die wir im Heute nur wenig wissen.

Es war hochinteressant in Museen und in Archiven zu stöbern. Auch das Wissen unserer Mitbürger in den zahlreichen heutigen Medien aufzusammeln, auszuwerten und auf Verwendung zu prüfen, reizte.

Den Lebensraum der von mir erzählten Geschichte in Augenschein zu nehmen und die massiven Veränderungen wahrnehmend, skizzierte ich das unbekannte Damals.

 

Im Barbaricum des Jahres 64 n. Chr. gab es keine Schrift und keine zu überliefernden Dokumente. Die wesentlichsten historischen Erkenntnisse stammen aus Gräberfunden, zum Teil aus Mooren oder in vorzeitlichen Ruinen unter dem Staub und Dreck der Jahrhunderte Gefundenem. Diese Forschungen brachten Informationen zum Leben (und zum Tod) unserer Urahnen.

 

Außerdem gab es noch römische Dokumente …

ROM besaß Archive in denen Dokumente von Zeitzeugen überliefert wurden.

Die Aussagen eines Caesar, die Schilderungen der Herren Tacitus, Strabon, Velleius und Plinius des Älteren oder auch anderer Zeitzeugen schließen eine ‚gefärbte’ Darstellung im römischen Sinne nicht gänzlich aus. Und nur deren Dokumente blieben, zumindest zu Teilen, erhalten.

Diese Schriften dürften kaum die ganze Wahrheit des damaligen Lebens im Barbaricum enthalten.

Manche Aussage erschien mir nicht nur zweifelhaft, sondern zu Weilen auch entstellend.

4) Welche Kriterien bestimmten über die Zeit und den Ort der Romane?

 

Es war wohl das Unbekannte, was mich faszinierte. Ich las alles, glaube ich, was an Romanen zu dieser historischen Epoche auf dem Buchmarkt zu finden war. Und nur Wenige der Autoren schrieben aus der Sicht der Barbaren. Je mehr ich mich mit dem Zeitraum nach Christi Geburt beschäftigte, desto mehr verfestigte sich meine Absicht, genau dieser Zeit mein Interesse zu bezeugen.

 

Mich faszinierte ein Abschnitt in der römischen Geschichte, den außer den Fachleuten wohl keiner so richtig auf der Agenda hatte: das Vierkaiserjahr!

Roms Imperium hatte Kaiser wie Claudius, Caliga und auch Nero überlebt und plötzlich stritten innerhalb eines Jahres vier Kaiser um Neros Nachfolge.

Merkwürdigerweise fand ich dazu keine Romanliteratur.

Dann gab es da noch die Salzschlacht zwischen den Stämmen der Chatten und der Hermunduren und bald auch den Aufstand der Bataver. Nirgendwo fand ich einen Roman, der sich mit dieser Zeit und den Ereignissen beschäftigte. Das sollte mein Thema werden!

5) Wann wurde mit dem Schreiben begonnen?

 

Im September 2011 setzte ich mich an meinen Computer und begann den Anfang meiner Geschichte.

Ich schrieb ein ganzes Wochenende und hatte bald ca. 70 Seiten im A4-Format. Die von mir gewählte Schrift in Arial 10 erbrachte auf einer Seite die doppelte Wortanzahl gegenüber üblichen Buchformaten.

Mich erfasste eine gewisse Befriedigung. Vielleicht hatte ich die Art Beschäftigung gefunden, die mich forderte und trotzdem nicht zwingen konnte, die meinem Dasein einen Sinn gab, ohne mich unter Druck zu setzen und die mich ausfüllt, aber nicht belasten kann.

 

Damals zwang mich mein Job zum Unterbrechen und Wochen später staunte ich über das von mir Geschriebene. Bei aller Unfertigkeit, allen Mängeln, Rechtschreibfehlern und falscher Grammatik, trotzdem war es von mir! Ich machte also weiter, immer mit Pausen, mal länger und mal kürzer.

Nach jeder Unterbrechung musste ich das Geschriebene erst lesen, um wieder daran anknüpfen zu können.

Ich bemerkte meine Fehler, meine Unvollkommenheiten. Durch ständige Verbesserungen, Veränderungen, Umformulierungen, Löschungen und Neuverfassungen lernte ich dazu.

Dann irgendwann bei 1.700 Seiten glaubte ich, dass es genug sei.

Ich begann mit der Überarbeitung, fand Korrektoren und Lektoren, stritt mit ihnen und änderte wieder.

Im Mai 2014 gab ich meinen ersten Roman zur Veröffentlichung frei!

 

Meine, im Laufe der Jahre, gewonnenen Erfahrungen veranlassten mich, eine Überarbeitung der ersten fünf Teile auszuführen. Im Rahmen der Überarbeitung machte sich auch, in Bezug zur Form und Erscheinung, eine Veränderung erforderlich... Dieser Prozess nahm viel Zeit in Anspruch.

Die Veröffentlichung dieser überarbeiteten Teile endete am 17.07.2017 und mündete in einer Neuauflage.

 

Inzwischen liegen fünf weitere Manuskripte zur finalen Überarbeitung vor. 

Bis zum Ende des Jahres 2017 soll die Fertigstellung der Teile 6 bis 10, deren voraussichtliche Titel ich hier erstmals bekanntgebe, vollzogen sein.

Teil 6:                                                  Die Verlorenen

Teil 7:                                                  Adler der Evocati

Teil 8:                                                  Fluch des Tribuns

Teil 9:                                                  Der Frieden Roms

Teil 10:                                                Herz der Hermunduren

Auch zu diesen Veröffentlichungen ist ein 'Kompendium' mit dem Untertitel 'Was sich sonst noch zu Wissen lohnt...' geplant.

Und ab 2018 möchte ich meine Erzählungen mit weiteren Teilen fortsetzen...

6) Wie gestaltete sich der Weg von der Idee zum Roman?

 

Erst bestand meine Absicht in einem einzigen Buch.

Ein historischer Roman benötigt zwingend wissenschaftliche Erkenntnisse historischer Forschungen.

Also beschäftigte ich mich intensiv mit der Geschichte der Römer in Germanien.

Soweit es vorhandene Dokumente ermöglichten, erstellte ich mir ‚ein eigenes Bild’ dieser Ereignisse. Dieses ‚mein Bild’ wurde zur Ausgangssituation meines ersten Romans.

 

Wollte ich für meinen Roman über das Jahr der vier Kaiser Roms einen Helden, der nicht Römer sein sollte, musste ich einen vernünftigen und logischen Zugang zur Geschichte finden.

Also begann ich mit der zu schreibenden Geschichte weit vor den politischen Ereignissen, die zum Vierkaiserjahr führten.

Plötzlich und von mir eher unbemerkt, bekam die Geschichte eine eigene Dynamik.

Es war fast so, als würden die Handelnden sich verselbstständigen, als forderten sie von mir, verschwommene Konturen zu schärfen, Handlungen zu vervollständigen und Nebenschauplätze einzubeziehen.

 

Aus der Absicht eines einzigen Buches ergab sich ein ganzer Romanzyklus.

Das auch für mich Merkwürdige bestand darin, dass ich nicht über die Anfänge dessen, was ich ursprünglich zu Schreiben beabsichtigte, hinaus gelangte.

Und trotzdem war in der Rohfassung Stoff für fünf Teile auf meinem Computer gespeichert.

2013 begann ich zu ordnen, zu überarbeiten und Teil 1 zur Veröffentlichung vorzubereiten.

 

Mein erster Romanzyklus, aus fünf Bänden bestehend, beschäftigt sich mit der Existenz und den prägenden Erlebnissen eines Knaben des Stammes der Hermunduren.

 

Der zweite Zyklus handelt von den gleichen Hauptpersonen, die im Strudel der Ereignisse fortgerissen werden und unterschiedliche Entwicklungen nehmen. Der Knabe gelangt an die Grenze zwischen dem freien Germanien (Germania Magna) und dem Imperium Romanum, den Rhein und wird dort mit Roms Zivilisation und den Legionen konfrontiert... 

 

Sind die Teile 6 bis 10 veröffentlicht, werde ich mich weiteren Fortsetzungen widmen, denn noch immer bin ich nicht dort angekommen, wo ich hin wollte...

7) Welche Erkenntnisse resultierten aus den Studien?

 

Der Barbar, sofern er ein Germane war, war keinesfalls das blutrünstige, mordende, plündernde und vergewaltigende Ungeheuer, als dass er in der Literatur zu oft dargestellt wird.

 

Der RÖMER, zumeist als heroisch, wahrheitsliebend, mutig, ehrlich und sauber gezeichnet, existierte genauso wenig.

 

Auch zur Zeit meiner Handlung gab es Menschen gleicher Veranlagungen in beiden, sich gegenüber stehenden Lagern und manchmal prägten Ereignisse auch Charaktere oder veränderten diese.

 

Lesen Sie meine Bücher und Sie werden sehen, dass zuvor Behauptetes möglich erscheint.

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